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50. Verbändekommers Peine


www.newsclick.de (Braunschweiger Zeitung) 28.10.2002
"Tugenden vermitteln"

50. Verbändekommers der Alt-Akademiker im kleinen Saal der Peiner Festsäle Von Justin Schütte

PEINE. Es war kein großer Kreis der Peiner Alt-Akademiker, der sich jetzt zum 50. Verbändekommers im kleinen Saal der Peiner Festsäle versammelte. Es war ein Treffen nach dem Motto: "Gesang, Bier und Vortrag". Eben ganz genau so, wie es die 18 AltAkademiker, die zu Studienzeiten verschiedenen Burschenschaften angehörten, aus ihrer Jugend gewohnt waren. Die Jugend, die lag bei dem einen schon länger zurück, bei dem anderen eben noch nicht. So kamen ganz verschiedene Generationen zusammen, die aber eines gemeinsam hatten: Sie alle gehörten zu Studienzeiten einer Studentenverbindung an. Mit einem Degenschlag auf den Tisch, dessen Knall einem durch Mark und Bein fuhr, ermahnte Eugen Woldt das Auditorium zur Ruhe. Natürlich mit dem lateinischen Wort "Silentium". In einer kurzen Ansprache betonte Woldt den Sinn und den Nutzen der Verbände, die den jungen Menschen im Studium Tugenden wie Selbstbeherrschung, Disziplin und Ritterlichkeit vermittelten. "Allesamt Werte, die leider heutzutage von vielen jungen Studenten als nicht mehr zeitgemäß angesehen und darum abgelehnt werden", so Eugen Woldt. Dabei komme aber auch in den Studentenverbänden, die im Übrigen nichts mit rechtspopulistischem Gedankengut gemein hätten, der Spaß nicht zu kurz. Das stellten die Alt-Akademiker gleich unter Beweis, als sie die alten Burschenschaftslieder mit voller Inbrunst zur Klavierbegleitung schmetterten. Höhepunkt des Treffens war ein Festvortrag von Ingolf Christiansen, dem Weltanschauungsbeauftragten der evangelischen Landeskirche Hannover. Sein Vortrag zum Thema "Scientologie ? eine Gefahr für die Gesellschaft?!" weckte das Interesse des versammelten Auditoriums. Mit großer Fachkundigkeit schaffte es Christiansen, die ehemaligen Studenten, die freilich allen Fakultäten angehörten, auf die seine, die Theologie nämlich, zu vereinen. Auch wenn das Thema wenig mit echten Gottheiten zu tun hatte. Im Anschluss an den Vortrag bestand noch die Möglichkeit zur Diskussion mit dem Referenten, der die Fragen seines Publikums gern beantwortete.
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